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Wie formuliert man Affirmationen?

Das Formulieren von Affirmationen kann uns täglich dabei helfen, uns auf under Ich und unsere Ziele zu fokussieren. Unser Geist ist ständig mit dem Denken beschäftigt, ganz gleich ob wir das wollen oder nicht.

Das Unterbewusstsein speist unser Denken in Verbindung mit äußeren Nervenreizen. Die Kraft des Unterbewusstseins unsere Handlungen zu steuern, machen sich Hypnose-Techniken und auch die Konsumwerbung schon seit langem zu Nutze.

In den 60er Jahren wurden die Techniken des „positiven Denkens” besonders populär durch den gebürtigen Iren, späteren US Amerikaner, Juristen, Philosophen und Religionswissenschaftler Dr. Josef Murphy. Er schrieb Bücher und hielt Vorträge zu dem Thema „Die Macht des Unterbewusstseins” (siehe “Tipps und Hinweise”).  Dabei stellte er besonders heraus, dass der Mensch durch bewusstes Denken, in Form von Affirmationen, positiven Einfluss auf sein Leben nehmen kann. Seine Lehre rief eine öffentliche Bewegung hervor, von der die Techniken untersucht und weiterentwickelt wurde.

Ende der 90er Jahre ragte die US-Amerikanerin Louise Hay durch ihre Arbeit mit Affirmationen, zum Thema „Vergebung” und „Selbstheilung” im Bereich der Onkologie heraus. Sie konnte ihre eigene Krebserkrankung durch ihre geistige Ausrichtung, die Wirkung von Affirmationen, heilen und half seitdem unzähligen Menschen mit ihren Erkenntnissen.

Affirmationen formulieren: Was wird benötigt

  • Schreibmaterial, Papier und Stift
  • weißes Papier und Malstifte
  • evtl. ein Spiegel
 

Affirmationen formulieren: So wirds gemacht!

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Affirmationen formulieren als Änderung unserer Zielvorstellungen

Alle Menschen haben Bereiche in ihrem Leben, die nicht wirklich gut funktionieren, das ist ein Teil des menschlichen Seins. Aber frei nach dem Motto „Der Mist von Gestern ist der Dünger für Morgen”, können uns ausgerechnet diese leidigen Probleme in Bestform bringen, wenn wir sie mit Hilfe von Affirmationen überarbeiten.

Häufig wird positives Denken falsch verstanden, es hat nichts damit zu tun dass wir nie mehr zugeben dürfen in unserem Leben Probleme zu haben oder damit, dass wir ständig lächeln müssen und immer gut gelaunt zu sein haben. Positives Denken bedeutet einfach in den Kategorien zu denken, die wir wollen, die unseren inneren Wünschen entsprechen. Anstelle von ständigem Nachdenken darüber, was wir alles nicht wollen. Es kostet nicht mehr Mühe, positiv zu Denken als negativ zu Denken, der Denkprozess ist immer der Gleiche. Das einzige, was uns am Positiv Denken hindert sind unsere Denkgewohnheiten.

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Die Vision – konstruktive Erschaffung unserer Wunschziele

Wollen wir als Menschen Verantwortung übernehmen, für die Schöpferkraft unserer Gedanken, müssen wir uns unbewusste Widerstände bewusst machen, die unser Glück verhindern und diese dann durch die Wirkung von Affirmationen auflösen. Im menschlichen Geist entstehen Ängste, Ärger und Negativität aufgrund existentieller Bedürfnisse. Daher ist es hilfreich, die existentiellen Glaubenssätze zu erkennen und diese verstehen zu lernen, die solchen negativen Gefühlszustände zu Grunde liegen.

Wenn wir Affirmationen formulieren möchten, so geschieht das sehr einfach in fünf Schritten:

1. Wir finden heraus welcher Bereich in unserem Leben uns derzeit am meisten belastet
2. Wir arbeiten unsere negativen Glaubensvorstellung über die problematische Situation aus
3. Wir klären unsere eigentlichen Wunschvorstellungen zu dem betreffenden Lebensbereich
4. Durch das Verfassen von Affirmationen formulieren wir unsere Ziele so, dass wir bei deren Betrachtung Gefühle des Glücks und der Freude empfinden können
5. Wir entwickeln unsere Situation weiter, sobald sich die Wirkung von Affirmationen zeigt

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Die Untersuchung unserer Lage mit Ehrlichkeit und durch Erkenntnis

Nehmen wir an, der problematische Lebensbereich liegt in Ihrer beruflichen Situation, Sie werden mit Arbeit zugeschüttet während die lieben Kollegen Kaffeeklatsch halten. Sie sind über die Situation verärgert und wissen auch dass Sie von den anderen gemobbt werden, was sich durch deren ständige, offene Belustigung über Ihre Person ausdrückt. Allein, Sie fühlen sich hilflos, als ein Opfer und glauben dass Ihre Situation keinen Ausweg bietet.

Was ist es für ein Gefühl, das Sie erleben in dieser Opfer-Situation?

Vielleicht fühlen Sie sich nicht qualifiziert genug für die Arbeit, im Vergleich zu den anderen. Dabei besitzen Sie aber den besten Studienabschluss für Ihren Beruf und haben sogar schon an der Universität gearbeitet.

Was hat Ihnen Ihre Familie, Vater Schlosser, Mutter Hausfrau, zum Thema Arbeit mit auf den Weg gegeben?

Ihnen wurde stets gesagt, „Behalte bloß Deine Arbeitsstelle, Du wirst sonst nie wieder eine Arbeit bekommen in diesen schweren Zeiten!” Aha, also besteht in Ihnen immer noch sehr große Angst, beruflich „etwas falsch” zu machen und die Stelle zu verlieren. In einem Glaubenssatz kann das so formuliert sein: „Ich darf keine Fehler bei der Arbeit machen und mir keine Freiheiten erlauben”. Und, offensichtlich haben Ihre Kollegen die unbewusst ausgestrahlten Ängste bei Ihnen wahrgenommen und nutzen Ihre Lage nun aus.

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So erfinden Sie sich mit Hilfe der richtigen Affirmationen ganz einfach neu – „That‘s me“

Wie könnten sie Affirmationen formulieren, die Ihren Focus verlagern auf Ihre Qualitäten, Vorzüge und eine angenehme Arbeitssituation? Vier Grundregeln für das Formulieren von Affirmationen:
1. Eine Affirmation wird immer positiv formuliert
2. Eine Affirmationen wird immer in der Gegenwart formuliert
3. Die Affirmation erschafft die Lösung des Problems vorweg, indem sie bildlich formuliert wird
4. Die Affirmation löst in uns tiefe Freude aus und wir fühlen uns wunderbar in der Vorstellung, dass diese Situation nun in unser Leben eintritt

Im Beispiel könnten wir formulieren:
„Meine Arbeit bringt mir viel Freude”
„Meine Kollegen sind freundlich und angenehm”
„Ich liebe meine Arbeit jeden Tag aufs Neue”
„Für mich wird immer gut gesorgt”
„Ich habe jetzt die Arbeitsstelle, die ich mir wünsche”
„Ich löse meine Konflikte positiv”
„Ich erlaube mir, positive Erfahrungen zu machen”
„Ich bin immer in Sicherheit”
„Ich werde für meine Arbeit gelobt und anerkannt”
„Es darf mir gut gehen” usw.

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Kontinuierliche Bekräftigung unserer neuen Gedanken bringt die gewünschten Ergebnisse

Wir können die Affirmationen formulieren, laut sprechen, innerlich denken, aufschreiben, mit Malstiften und Papier bildlich darstellen, als Sprachdateien aufnehmen, ein Video damit drehen, sie vor dem Spiegel sprechen u.a. Wichtig ist das wiederholte Befassen mit den neuen Gedanken.

Eine einzelne Affirmation kann von uns ausgesucht werden, die wir zur „Tages-Affirmation” machen.
Wir wiederholen dann z.B. den ganzen Tag lang innerlich den Satz „Ich bin sehr liebenswert und liebe mich auch selbst”. Egal was an dem Tag geschieht in unserem Leben, ob wir zu spät zur Arbeit kommen, eine Kollegin sich hässlich uns gegenüber verhält, wir ohne Schirm vom Regen überrascht werden, unsere Kinder sich ständig streiten, der Hund krank ist und unser Partner schlecht gelaunt, was auch immer – wir wiederholen innerlich den Satz „Ich bin sehr liebenswert und liebe mich auch selbst”.

Man muss es ausprobieren, um genau zu erkennen, was dabei geschieht. Ärger kann in uns aufkommen und ein Gefühl der Unfähigkeit, weil wir es nicht schaffen, die Situationen anders zu erleben als bisher. Wir glauben dann wütend, dass Affirmationen vielleicht doch nicht funktionieren oder gerade bei uns nicht gültig sind. Und doch hat der Prozess der Veränderung bereits begonnen und wir spüren in all den unangenehmen Situationen unsere eigene negative Erwartungshaltung. Diese Negativität gilt es zu verändern, Schritt für Schritt. Also fahren wir fort unsere Bekräftigung zu wiederholen „Ich bin sehr liebenswert und liebe mich auch selbst”. (Glücklicherweise ist am nächsten Tag eine andere Affirmation an der Reihe).

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Zum Abschluss

Leider reicht es nicht aus, für einen Tag lang dieses bewusste Umlenken unserer Gedanken zu praktizieren, es erfordert unseren andauernden Einsatz, von jetzt an bis zu unserem letzten Atemzug. Wir müssen verstehen, dass wir in jedem Augenblick unseres Lebens durch unser Denken Ursachen schaffen, deren Wirkungen wir in unserem Leben dann fortlaufend wieder erfahren. Wir sind der Pilot unserer geistigen „Flug-Maschine”, wenn wir das Steuer aus der Hand geben, sind wir verloren.

Allerdings, es gibt noch Hoffnung für uns, denn der Prozess wird immer leichter mit der Zeit durch die Summe der Denkgewohnheiten, die wir schon kultiviert haben. Und – zum Abschluss – wenn wir ernsthaft unsere innere Gedanken-Arbeit leisten, können wir wirklich erreichen, was wir uns im Innersten unseres Herzen wünschen. Es öffnen sich Tore, die vorher verschlossen waren, wir begegnen Menschen, die unser Leben positiv beeinflussen, wir machen Erfahrungen die uns tief berühren, unsere Selbstliebe und die Liebe zu anderen Wesen wird immer umfassender und wir finden Erfüllung in unserem Leben. Wie auch immer die positiven Kräfte sich in unserem Leben manifestieren mögen, wir dürfen schließlich dankbar unser Glück umarmen.

Tipps und Hinweise

  • Es ist nützlich, viel mit Bildern zu arbeiten, da unser Bewusstsein Bilder ganzheitlich erfasst. Besonders schön sind Bilder die wir selbst malen oder als Collage zusammen stellen. Wir können solche Bilder überall in unserer Wohnung und der sonstigen Umgebung, z.B. am Arbeitsplatz anbringen und werden so immer an unserer Ziele erinnert. Das hilft bei der Persönlichkeitsentwicklung.
  • Wenn wir keine Zeit haben, Affirmationen selbst zu Formulieren können wir uns sogenannte Subliminal-CD’s besorgen, auf denen die Affirmationen schon aufgepielt sind. Wir haben dann einen gesprochenen Text zum Anhören in Entspannung und den gleichen Text als Subliminal, dort ist der Text aufgespielt, kann aber nicht herausgehört werde. Wir hören dann Musik oder Naturklänge. Dies hat den Nutzen, dass die Affirmationen direkt in das Unterbewusstsein gelangen. Trotzdem ist eigene Heilarbeit in jedem Fall wichtig und auch umfassender.
  • Infos zum Buch von Joseph Murphy: http://www.zeitzuleben.de/buch/denken/murphy-macht-des-unterbewusstseins.html
  Zeitaufwand: 30-60 Minuten Schwierigkeitsgrad:  

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Eine Meinung

  1. Ihr Beitrag sehr wichtig um sich Selbst zu heilen, ich halte davon sehr viel. Dazu benütze ich noch das Mudrabuch von Matthias Mala und habe die Handzeichen gelernt um in beunruhigenden Situationen mir noch zusätzlich Kraft zu geben.
    Mit freundlichen Grüßen
    Jensen Gratke

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